Das Zustandekommen der Ottawa-Konvention ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein: So führte zum ersten Mal in der Geschichte öffentlicher Druck zu einem Waffenverbot. Auch waren NGOs erstmals direkt an der Ausarbeitung eines Völkerrechtsabkommens beteiligt.
Eine zentrale Rolle im Kampf gegen Landminen spielt die Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen/International Campaign to Ban Landmines (ICBL). Als globales Netzwerk ist dieses Bündnis in rund 100 Ländern vertreten. ICBL setzt sich seit 1992 für eine Welt ohne Antipersonenminen ein, in der Überlebende von Landminen ein erfülltes Leben führen können.
Auch Gemeinsam gegen Landminen (GGL) ist Mitglied von ICBL, dessen InitiatorInnen 1997 den Friedensnobelpreis erhielten.
Dem unermüdlichen Einsatz von ICBL ist es zu verdanken, dass 1997 das internationale Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung (Ottawa-Konvention) offiziell zur Unterzeichnung freigegeben werden konnte.
Österreich zählte zu jenen Ländern, die sich konkret für das Zustandekommen des Abkommens einsetzten und gleich zu Beginn diesem beitrat. Das Bundesgesetz über ein Verbot von Antipersonenminen wurde mit 1. Jänner 1997 erlassen.
Nach Unterzeichnung und Ratifizierung von 40 Ländern trat der Minenverbotsvertrag am 1. März 1999 in Kraft.
