Neue Chance für Minenopfer

Neue Chance für Minenopfer

Die Folgen von Landminen begleiten viele Menschen in Bosnien und Herzegowina bis heute. Jahrzehnte nach Kriegsende leben zahlreiche Betroffene mit schweren körperlichen Einschränkungen und den sozialen Folgen ihrer Verletzungen. Gemeinsam gegen Landminen unterstützt Minenopfer dabei, wieder selbstständig arbeiten und für ihre Familien sorgen zu können.

Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir zuletzt drei Minenopfern ganz konkret helfen.

Vinko: Zurück zur Imkerei

Vinko verlor 1994 als junger Mann durch eine Landmine einen Fuß. Nach Krieg, Flucht und dem schwierigen Aufbau eines neuen Zuhauses musste er seine frühere Tätigkeit als Imker aufgeben.

Sein Wunsch, wieder mit Bienen zu arbeiten, blieb jedoch bestehen. Dank der Unterstützung von Gemeinsam gegen Landminen erhielt Vinko zehn Bienenvölker und die notwendige Ausrüstung für den Neustart. Heute kann er seine langjährige Erfahrung wieder nutzen und sich eine neue Einkommensquelle aufbauen.

Marijan: Unterstützung für die Landwirtschaft

Marijan wurde 1992 durch eine Landmine schwer verletzt. Trotz seiner Behinderung hat er nie aufgegeben und sorgt mit großer Einsatzbereitschaft für seine Familie mit drei Kindern.

Seinen Lebensunterhalt verdient er mit Gemüseanbau. Die körperlich anstrengende Arbeit stellt ihn jedoch täglich vor große Herausforderungen. Durch die Finanzierung von geeigneten landwirtschaftlichen Maschinen konnten wir seine Arbeit wesentlich erleichtern und seine Produktionsmöglichkeiten verbessern.

Duško: Arbeiten trotz Schmerzen

Duško wurde 1995 durch zwei Landminen schwer verletzt und lebt seither mit dauerhaften gesundheitlichen Folgen. Nach zahlreichen Operationen absolvierte er ein Studium der englischen Sprache und arbeitet heute erfolgreich als Übersetzer und Dolmetscher.

Da langes Sitzen für ihn mit starken Schmerzen verbunden ist, erhielt er über unser Projekt einen Laptop. Dieser ermöglicht ihm flexibleres Arbeiten in unterschiedlichen Sitz- und Liegepositionen und erleichtert seinen Berufsalltag erheblich.

 

Hilfe, die Leben verändert

Die Geschichten von Vinko, Marijan und Duško zeigen, wie viel bereits mit vergleichsweise kleinen Beträgen erreicht werden kann. Oft reichen 1.500 bis 2.000 Euro, um einem Minenopfer neue Perspektiven, mehr Selbstständigkeit und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Gemeinsam gegen Landminen wird auch weiterhin Minenopfer in Bosnien und Herzegowina unterstützen. Denn viele Betroffene warten noch auf genau jene Hilfe, die ihr Leben nachhaltig verändern kann.

Die dargestellten Lebensgeschichten basieren auf den Beschreibungen der unterstützten Minenopfer, die uns die Veröffentlichung erlaubt haben.

 

Schenken Sie Zukunft – unterstützen Sie Minenopfer!

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir gemeinsam weiteren Minenopfern in Bosnien und Herzegowina Hoffnung und neue Perspektiven schenken können.

Bitte zeigen Sie diesen Menschen gemeinsam mit uns: Sie sind nichtvergessen. Jeder Beitrag hilft dabei sehr.

Sie räumen Minen. Sie retten Leben.

Sie räumen Minen. Sie retten Leben.

Unzählige Landminen und Blindgänger verseuchen weite Teile der Ukraine und des Irak. Im Nordirak sind es vor allem hochgefährliche improvisierte Minen, die Felder, Dörfer und Schulwege lebensgefährlich machen. In beiden Ländern verhindern Sprengfallen an vielen Orten ein sicheres Leben und den Wiederaufbau.

Das weibliche Minenräumteam im Irak

Gemeinsam mit unserem Projektpartner FSD räumen wir diese tödlichen Hinterlassenschaften des Krieges. Immer häufiger stehen dabei Frauen in vorderster Reihe: als Entminerinnen, Teamleiterinnen, Hundeführerinnen und Vorbilder für ihre Gemeinden. Mit Präzision, Mut und Verantwortungsbewusstsein machen sie ihre Heimat Schritt für Schritt wieder bewohnbar.

2026 finanzieren wir im Nordirak ein weibliches Minenräumteam mit und fördern auch in der Ukraine den Einsatz von Entminerinnen. Sie schenken ihren Ländern Zukunft, schaffen Sicherheit, Hoffnung und neue Perspektiven.

Diese Frauen entscheiden sich  bewusst für eine Tätigkeit, die Ausdauer, technisches Verständnis und Disziplin verlangt. Unterstützt von GGL baute FSD 2021 dieses rein weibliche Minenräumteam auf, das nach einer Pause Anfang Februar 2026 wieder seine Arbeit aufnahm.

Das Entminerinnenteam beginnt jeden Arbeitstag mit einer genauen Lagebesprechung. Schutzkleidung wird überprüft, Geräte getestet, Abläufe wiederholt. Jeder Schritt folgt klaren Sicherheitsvorgaben. Nur intensives, regelmäßiges Training bringt die notwendige Routine für diese gefährliche Arbeit.

Viele der Frauen berichten, dass sie mit ihrer Arbeit eine neue Rolle in Familie und Gesellschaft einnehmen. Sie tragen zum Einkommen bei, treffen eigenständige Entscheidungen und werden als qualifizierte Fachkräfte wahrgenommen. Für junge Mädchen im Dorf werden sie zu nachahmungswürdigen Vorbildern.

Auch die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung verändert sich. Frauen erreichen oft leichter Zugang zu Familien, erklären Risiken verständlich und schaffen Vertrauen. Diese Nähe erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen und unterstützt nachhaltige Sicherheit. Die gezielte Förderung weiblicher Teams bedeutet daher mehr als nur personelle Vielfalt. Sie verbindet technische Kompetenz mit gesellschaftlicher Entwicklung. Wenn Frauen Minen räumen, schützen sie Leben und öffnen zugleich neue Wege für kommende Generationen.

Schenken Sie Sicherheit – unterstützen Sie Entminerinnen!

Mit Ihrer Spende stärken Sie mutige Frauen, die im Nordirak lebensgefährliche Sprengfallen beseitigen. Jede von ihnen geräumte Mine bedeutet ein gerettetes Leben, jedes freigegebene Feld gute Nahrung für Familien, jeder entminte Spielplatz Freude und Freiheitsgefühl für die Kinder und Jugendlichen.

Mit 25, 50 oder 100 Euro tragen Sie dazu bei, dass diese mutigen Frauen ihre Gemeinden von tödlichen Sprengfallen befreien, gefahrfreie Gemeinschaftsflächen schaffen und Kindern sichere Wege zur Schule und in der Freizeit ermöglichen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Ihr Beitrag zählt und rettet Leben.

 

Starke Frauen im Einsatz für Sicherheit

Starke Frauen im Einsatz für Sicherheit

Der Weltfrauentag steht bei uns für Frauen, die Sicherheit möglich machen! 🕊️

In Regionen, die noch immer von Landminen und explosiven Kriegsresten geprägt sind, übernehmen Frauen eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau.

In vorderster Reihe arbeiten sie als Entminerinnen, Teamleiterinnen, Hundeführerinnen und Vorbilder für ihre Gemeinden. Mit Präzision, Mut und Verantwortungsbewusstsein machen sie ihre Heimat Schritt für Schritt wieder bewohnbar.

 

Diese Frauen leisten einen großartigen Beitrag

➡️ Frauen wie Asmaa im Irak, die als Teamleiterin ein weibliches Minenräumteam anführt. Gemeinsam sorgen die Frauen dafür, dass Straßen, Felder und ganze Dörfer wieder nutzbar werden.

➡️ Oder Sofia in der Ukraine, die als Hundeführerin mit ihrem Minensuchhund Schabi entscheidend zur raschen Entminung von Schulwegen und Spielplätzen beiträgt.

➡️ Und Anisa in Tadschikistan, die als Minenräumerin Felder von Sprengfallen befreit und Familien wieder Zugang zu Land und Wasser ermöglicht.

Warum Frauen sich für die Minenräumung entscheiden

 „Ich weiß, dass meine Arbeit Leben rettet.“  Diesen Satz hört man von vielen Frauen, die sich bewusst für die Minenräumung entschieden haben. Was lange als Männerdomäne galt, wird heute zunehmend auch von Frauen übernommen, die mit Fachwissen, Präzision und großem Fingerspitzengefühl dieser wichtigen Arbeit nachgehen.

In der Ukraine liegt der Anteil von Frauen in der humanitären Minenräumung inzwischen bei über 35 Prozent. Viele haben zuvor in ganz anderen Berufen gearbeitet. Heute absolvieren sie anspruchsvolle Ausbildungen, lernen den Umgang mit Detektoren und Schutzkleidung, trainieren Sicherheitsabläufe und dokumentieren jeden Fund exakt nach internationalen Standards.

Mit unserem Projektpartner FSD setzen wir in unseren gemeinsamen Projekten im Irak, in Tadschikistan und in der Ukraine gezielt auf weibliche Fachkräfte. Frauen arbeiten als Entminerinnen, als Hundeführerinnen mit trainierten Minensuchhunden oder als Leiterinnen technischer Teams. Sie koordinieren Einsätze, überwachen Sicherheitsprotokolle und tragen Verantwortung für komplexe Räumaufgaben.

 

Mut aufbringen, Vorbehalte überwinden

Der Weg in diesen Beruf erfordert Mut. Manche mussten Vorbehalte im eigenen Umfeld überwinden. Doch viele berichten, dass sie durch ihre Tätigkeit an Selbstvertrauen gewinnen und als kompetente Fachkräfte anerkannt werden.

Minenräumung bedeutet Teamarbeit mit höchster Konzentration. Jeder sichere Quadratmeter steht für konkrete Veränderung. Dass immer mehr Frauen diese Aufgabe übernehmen, verändert nicht nur verminte Landschaften, sondern auch gesellschaftliche Perspektiven.

 

Schenken Sie Sicherheit – unterstützen Sie Entminerinnen!

Mit Ihrer Spende stärken Sie mutige Frauen, die im Nordirak, in Tadschikistan und in der Ukraine lebensgefährliche Sprengfallen beseitigen. Jede von ihnen geräumte Mine bedeutet ein gerettetes Leben, jedes freigegebene Feld gute Nahrung für Familien, jeder entminte Spielplatz Freude und Freiheitsgefühl für die Kinder und Jugendlichen.

Mit 25, 50 oder 100 Euro tragen Sie dazu bei, dass diese mutigen Frauen ihre Gemeinden von tödlichen Sprengfallen befreien, gefahrfreie Gemeinschaftsflächen schaffen und Kindern sichere Wege zur Schule und in der Freizeit ermöglichen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Ihr Beitrag zählt und rettet Leben.

 

Kroatien ist minenfrei

Kroatien ist minenfrei

Ein Meilenstein mit langer Vorgeschichte

Nach drei Jahrzehnten ist es endlich so weit: Kroatien hat sich offiziell als minenfrei erklärt. Was heute wie eine Erfolgsmeldung klingt, ist das Ergebnis jahrzehntelanger, mühsamer Räumarbeit. Diese Meldung erinnert uns zugleich daran, wie real und tödlich die Gefahr durch Landminen noch vor wenigen Jahren war.

 

Ein Blick zurück: 2015, als Fluchtwege durch Minenfelder führten

Im Jahr 2015 erreichte die große Fluchtbewegung nach Europa ihren Höhepunkt. Nachdem Grenzen geschlossen wurden, änderten sich die Routen der Menschen oft binnen weniger Tage. Viele waren gezwungen, über Kroatien oder Bosnien und Herzegowina auszuweichen und damit durch Regionen, die noch immer stark vermint waren.

Damals war die Situation dramatisch:

Viele Minen lagen weiterhin im Boden, oft in unmittelbarer Nähe von Straßen oder entlang vermeintlich sicherer Wege. Für die Flüchtenden war diese Gefahr meist unsichtbar. Und sie war für sie vor allem eines: unbekannt.

Und die Gefahr war groß: Laut kroatischem Minenaktionszentrum waren zu diesem Zeitpunkt  über 500 km2 des Landes vermint. Mehr als 50.000 Minen und fast genauso viele Blindgänger lagen damals noch immer im Boden. In Bosnien-Herzegowina ging man sogar von 120.000 Landminen auf circa 1.200 km2 aus.

Als Organisation haben wir 2015 schnell gehandelt.

Unsere Initiative: Warnen, bevor es zu spät ist

GGL startete 2015 eine gezielte Aufklärungskampagne. Ziel war es, Menschen auf der Flucht vor einer Gefahr zu schützen, die sie nicht kannten.

Wir finanzierten und unterstützten eine groß angelegte Flugblattaktion. Die Flugblätter wurden in den Flüchtlingslagern in Griechenland und entlang der Fluchtrouten verteilt. Die mehrsprachigen Warnhinweise machten auf das lebensbedrohliche Risiko aufmerksam und vermittelten klare Verhaltensregeln:

  • Nur befestigte Straßen sind verlässlich geräumt
  • Diese Wege dürfen niemals verlassen werden – unter keinen Umständen

Unser Informationsblatts zeigte eindrücklich die Situation vor Ort: Es verwies auf die hohe Minendichte in Grenzregionen, zitierte Warnungen von Experten und Behörden und verdeutlichte die tödlichen Folgen eines Fehltritts.

Gleichzeitig wurde sichtbar, wie konkret unsere Arbeit ist: Von der Aufstellung von Warnschildern über Aufklärung bis hin zur Unterstützung von Minenräumung hat unsere Arbeit immer das Ziel, Leben zu schützen.

 

Warum diese Arbeit entscheidend war

Viele der Menschen auf der Flucht gingen davon aus, sich bereits in sicheren europäischen Ländern zu befinden. Dass selbst wenige Meter neben einer Straße tödliche Gefahr lauern konnte, war ihnen nicht bewusst.

Gerade deshalb war Aufklärung in diesem Moment lebensrettend.

Unsere Initiative trug dazu bei, das Risiko durch direkte, praktische Hilfe vor Ort zu reduzieren – nicht durch große politische Entscheidungen, sondern durch direkte, praktische Hilfe vor Ort.

 

Heute: Ein Erfolg, aber kein Grund zur Entwarnung weltweit

Dass Kroatien heute minenfrei ist, ist ein bedeutender Erfolg. Es zeigt, dass konsequente Minenräumung wirkt, auch wenn es mitunter viele Jahrzehnte dauert.

Doch weltweit sind noch immer Millionen Landminen im Boden vergraben. In vielen Ländern stellen sie weiterhin eine tägliche Bedrohung für Zivilistinnen und Zivilisten dar.

 

Unser Auftrag bleibt

Die Ereignisse von 2015 erinnern uns daran, wie schnell sich humanitäre Krisen zuspitzen können und wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein.

Unsere Arbeit geht weiter:

  • Menschen vor Minengefahren warnen,
  • Betroffene unterstützen,
  • Risikoaufklärung leisten und
  • langfristig für eine minenfreie Welt kämpfen.

Der Erfolg in Kroatien macht Hoffnung. Und er bestärkt uns darin, weiterzumachen.

 

Helfen Sie jetzt mit konkreter Unterstützung für Minenopfer

Während Kroatien heute minenfrei ist, leben in Bosnien und Herzegowina noch immer viele Menschen ein Leben lang mit den Folgen von Landminen.

Wir finanzieren heuer gezielt direkte Minenopferhilfe in Bosnien und Herzegowina durch konkrete Hilfe für Betroffene und ihre Familien.

Jede Spende hilft, Leben zu verbessern und Menschen Würde und Perspektive zurückzugeben.

👉 Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende. 
Jeder Beitrag zählt.

1.094 Einsätze gegen gefährliche Kriegsrelikte

1.094 Einsätze gegen gefährliche Kriegsrelikte

80 Jahre nach Ende des letzten Krieges in Österreich ist der Entminungsdienst noch immer unentbehrlich

Im Jahr 2025 hat der Entminungsdienst des Österreichisches Bundesheer österreichweit zahlreiche Funde von Kriegsmaterial bearbeitet. Laut veröffentlichter Jahresbilanz wurden insgesamt 1.094 Meldungen registriert. Dabei konnten 29.922 Kilogramm Kriegsmaterial fachgerecht geborgen und unschädlich gemacht werden.

 

Historische Altlasten wirken bis heute nach

Ein Großteil der geborgenen Kampfmittel stammt aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Während der massiven Luftangriffe auf österreichische Städte wurden tausende Tonnen Bomben abgeworfen, von denen ein Teil nicht detonierte. Auch Munitionslager, militärische Infrastruktur und Kampfhandlungen hinterließen Rückstände.

Obwohl seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 80 Jahre vergangen sind, kommen bei Bauarbeiten, Infrastrukturprojekten, landwirtschaftlicher Nutzung oder nach Naturereignissen wie Hochwasser weiterhin explosive Altlasten zum Vorschein. In vielen Regionen liegen Blindgänger noch immer in größerer Tiefe im Boden oder in Gewässern.

 

Unterschiedliche Arten von Kampfmitteln geborgen

Wie das Bundesministerium für Landesverteidigung in einer Aussendung bekanngab, zählten zu den sichergestellten Funden unter anderem:

  • 172 Streubomben
  • 4 Anti-Personen-Minen
  • 13 Bombenblindgänger mit einem Gewicht von jeweils über 50 Kilogramm

Solche Funde erfordern spezialisierte Verfahren zur Identifizierung, Sicherung und Vernichtung.

 

Einsätze zu Land, im Gebirge und unter Wasser

Der Entminungsdienst war 2025 in allen Bundesländern tätig. Neben Einsätzen im urbanen und ländlichen Raum erfolgten auch Bergungen:

  • durch Taucher in österreichischen Seen und Flüssen
  • 
im hochalpinen Gelände entlang der Staatsgrenze zu Italien

Die größten Mengen an geborgenem Material wurden in Niederösterreich, Wien, Kärnten und der Steiermark verzeichnet. Für die Einsätze legten die Teams im Berichtsjahr insgesamt knapp 299.000 Kilometer zurück.

 

Sichere Vernichtung und Entsorgung

Ein Großteil des Kriegsmaterials wurde auf speziell dafür vorgesehenen militärischen Anlagen kontrolliert gesprengt oder anderweitig fachgerecht entsorgt. In einzelnen Fällen war aus Sicherheitsgründen eine unmittelbare Sprengung am Fundort erforderlich.

Nach offiziellen Angaben verliefen sämtliche Maßnahmen ohne Personen- oder Sachschäden.

 

Richtiges Verhalten bei Fund von Kriegsmaterial

Auch wenn viele Funde zufällig erfolgen, kann umsichtiges Verhalten entscheidend sein, um Unfälle zu verhindern. Kampfmittel können selbst nach Jahrzehnten noch voll funktionsfähig sein. Korrosion oder mechanische Einwirkungen machen sie nicht harmloser. Das Gegenteil ist der Fall: Sie können die Lage zusätzlich instabil machen.

 

Besonders gefährdet sind:

  • Personen bei Bau- und Erdarbeiten
  • Landwirtinnen und Landwirte bei Feldarbeiten
  • Forstarbeiter:innen
  • Taucherinnen und Taucher
  • Kinder, die vermeintlich „interessante Metallgegenstände“ entdecken

 

Grundregeln bei verdächtigen Funden

  1.  Objekt nicht berühren, bewegen oder freilegen.
  2. Sicherheitsabstand einhalten.
  3. Andere Personen fernhalten.
  4. Umgehend die Polizei (Notruf 133 in Österreich) verständigen.

Fotos oder das Weiterleiten über soziale Medien ersetzen keine professionelle Gefahreneinschätzung. Auch scheinbar kleine Metallteile können Zünder oder Sprengladungen enthalten.

Aufklärung, sichtbare Kennzeichnung von Gefahrenstellen und klare Verhaltensregeln sind zentrale Elemente der Unfallprävention. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass historische Kriegsrelikte nicht zu aktuellen Tragödien führen.

Gemeinsam gegen Landminen setzt sich in aktuell stark von Landminen und anderen explosiven Sprengfallen betroffenen Ländern wie der Ukraine, Burma oder dem Irak dafür ein, derartige Präventionsmaßnahmen zu fördern und finanziert diese seit mehr als 20 Jahren in vielen Ländern. Wenn Sie unsere Arbeit zur Unfallprävention unterstützen wollen, so helfen Sie bitte mit einer Spende.