Starke Frauen im Einsatz für Sicherheit

Starke Frauen im Einsatz für Sicherheit

Der Weltfrauentag steht bei uns für Frauen, die Sicherheit möglich machen! 🕊️

In Regionen, die noch immer von Landminen und explosiven Kriegsresten geprägt sind, übernehmen Frauen eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau.

In vorderster Reihe arbeiten sie als Entminerinnen, Teamleiterinnen, Hundeführerinnen und Vorbilder für ihre Gemeinden. Mit Präzision, Mut und Verantwortungsbewusstsein machen sie ihre Heimat Schritt für Schritt wieder bewohnbar.

 

Diese Frauen leisten einen großartigen Beitrag

➡️ Frauen wie Asmaa im Irak, die als Teamleiterin ein weibliches Minenräumteam anführt. Gemeinsam sorgen die Frauen dafür, dass Straßen, Felder und ganze Dörfer wieder nutzbar werden.

➡️ Oder Sofia in der Ukraine, die als Hundeführerin mit ihrem Minensuchhund Schabi entscheidend zur raschen Entminung von Schulwegen und Spielplätzen beiträgt.

➡️ Und Anisa in Tadschikistan, die als Minenräumerin Felder von Sprengfallen befreit und Familien wieder Zugang zu Land und Wasser ermöglicht.

Warum Frauen sich für die Minenräumung entscheiden

 „Ich weiß, dass meine Arbeit Leben rettet.“  Diesen Satz hört man von vielen Frauen, die sich bewusst für die Minenräumung entschieden haben. Was lange als Männerdomäne galt, wird heute zunehmend auch von Frauen übernommen, die mit Fachwissen, Präzision und großem Fingerspitzengefühl dieser wichtigen Arbeit nachgehen.

In der Ukraine liegt der Anteil von Frauen in der humanitären Minenräumung inzwischen bei über 35 Prozent. Viele haben zuvor in ganz anderen Berufen gearbeitet. Heute absolvieren sie anspruchsvolle Ausbildungen, lernen den Umgang mit Detektoren und Schutzkleidung, trainieren Sicherheitsabläufe und dokumentieren jeden Fund exakt nach internationalen Standards.

Mit unserem Projektpartner FSD setzen wir in unseren gemeinsamen Projekten im Irak, in Tadschikistan und in der Ukraine gezielt auf weibliche Fachkräfte. Frauen arbeiten als Entminerinnen, als Hundeführerinnen mit trainierten Minensuchhunden oder als Leiterinnen technischer Teams. Sie koordinieren Einsätze, überwachen Sicherheitsprotokolle und tragen Verantwortung für komplexe Räumaufgaben.

 

Mut aufbringen, Vorbehalte überwinden

Der Weg in diesen Beruf erfordert Mut. Manche mussten Vorbehalte im eigenen Umfeld überwinden. Doch viele berichten, dass sie durch ihre Tätigkeit an Selbstvertrauen gewinnen und als kompetente Fachkräfte anerkannt werden.

Minenräumung bedeutet Teamarbeit mit höchster Konzentration. Jeder sichere Quadratmeter steht für konkrete Veränderung. Dass immer mehr Frauen diese Aufgabe übernehmen, verändert nicht nur verminte Landschaften, sondern auch gesellschaftliche Perspektiven.

 

Schenken Sie Sicherheit – unterstützen Sie Entminerinnen!

Mit Ihrer Spende stärken Sie mutige Frauen, die im Nordirak, in Tadschikistan und in der Ukraine lebensgefährliche Sprengfallen beseitigen. Jede von ihnen geräumte Mine bedeutet ein gerettetes Leben, jedes freigegebene Feld gute Nahrung für Familien, jeder entminte Spielplatz Freude und Freiheitsgefühl für die Kinder und Jugendlichen.

Mit 25, 50 oder 100 Euro tragen Sie dazu bei, dass diese mutigen Frauen ihre Gemeinden von tödlichen Sprengfallen befreien, gefahrfreie Gemeinschaftsflächen schaffen und Kindern sichere Wege zur Schule und in der Freizeit ermöglichen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Ihr Beitrag zählt und rettet Leben.

 

Lernen Sie Thaw Tu Htoo kennen

Lernen Sie Thaw Tu Htoo kennen

Wissen rettet Leben – Unsere Risikoaufklärung im minenverseuchten Karen-Gebiet vermittelt Selbstschutz: „Nicht anfasssen. Wegrennen. Hilfe holen!“ Jedes Kind der Karen muss diese lebensrettenden Worte kennen!

Saw Thaw Tu Htoo ist eigentlich Augenarzt. Doch seit über 15 Jahren hat er eine zweite Berufung gefunden: Er klärt Menschen über die Gefahren von Landminen auf. Gemeinsam mit seiner Frau, der Krankenschwester Naw Lah Poh, reist er in unserem Auftrag durch das Karen-Gebiet in Burma/Myanmar – eine Region, die noch immer stark von Minen verseucht ist.

Dorf für Dorf, Camp für Camp bringen die beiden lebenswichtige Informationen zu den Menschen. Sie zeigen, wie Minen aussehen, wie man sie erkennt und was zu tun ist, wenn man auf eine verdächtige Stelle stößt. Für Kinder haben sie eigene, kindgerechte Materialien entwickelt. Spielerisch vermitteln sie, was im Ernstfall Leben retten kann:

  • Nicht anfassen.

  • Wegrennen.

  • Hilfe holen.

Diese einfachen Regeln machen den Unterschied zwischen Leben und Tod.

Doch die Arbeit von Saw Thaw Tu Htoo und Naw Lah Poh ist beschwerlich. Die Straßen sind oft unpassierbar, die Transportkosten hoch, und immer wieder kommt es zu Kämpfen in der Region. Trotzdem geben sie nicht auf. Sie erreichen jedes Jahr hunderte Menschen – Familien, Kinder, ganze Dorfgemeinschaften – und schenken ihnen etwas, das unbezahlbar ist: Wissen, Sicherheit und Hoffnung.

Ihre Arbeit zeigt, dass hinter jeder Statistik Gesichter stehen. Menschen, die jeden Tag ihr eigenes Leben riskieren, um andere zu schützen. Sie sind das Herz der humanitären Minenarbeit – mutig, geduldig und unbeirrbar in ihrem Einsatz für eine sichere Zukunft.

Gemeinsam gegen Landminen finanziert Aufklärungsprojekte wie dieses, damit möglichst viele Menschen in betroffenen Regionen lernen, die tödliche Gefahr zu erkennen – und zu vermeiden. Denn jeder Mensch hat das Recht, sich frei und sicher zu bewegen.

Burma (Myanmar): Minenrisiko-Aufklärung für ein sichereres Leben

Burma (Myanmar): Minenrisiko-Aufklärung für ein sichereres Leben

„Kinder vor den Gefahren zu warnen ist uns besonders wichtig. Sie halten sich viel im Freien auf, hüten Tiere oder sammeln Holz. Kinder spielen und sind neugierig. Daher wiederholen wir mit ihnen immer wieder wichtige Regeln, wie: Berühre Sprengfallen nicht und bewerfe sie nicht mit Steinen, denn sie können explodieren und auch aus der Entfernung einen großen Schaden anrichten. Auch unscheinbare Zünder können schwere Verletzungen verursachen“, erzählt Thaw Tu, GGL-Projektleiter in Burma.

Im letzten Jahr informierte Thaw Tu – trotz Repressalien der burmesischen Militärjunta – mit seinem Team 2.425 Kinder und Erwachsene über den Selbstschutz vor Sprengfallen. Auch brachte er für 1.849 Personen, darunter 805 Kleinkinder, medizinische Hilfe in die entlegenen Dörfer.

Es war Mitten in der Nacht, als das burmesische Militär das kleine Dorf Htee Khee im vergangenen September mit Granatwerfern beschoss. Das Hüttendach von Poe Kyaw fing Feuer. Nur starker Regen verhinderte, dass die Flammen auch andere Hütten zerstörten. Poe Kyaw verlor ihr Heim, aber zum Glück kamen sie und ihre Kinder mit dem Leben davon. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter Blay Moo und zwei Söhnen wohnt sie seitdem bei Nachbarn. Die Dorfgemeinschaft wollte ihr beim Wiederaufbau ihrer Hütte helfen. Doch die ganze Gegend ist mit Sprengfallen verseucht. Niemand traute sich in den Wald, um dort Holz und Material für die Dachbedeckung zu holen. In unserer Minenrisiko-Aufklärung lernte die Dorfgemeinschaft, wie sie den Wald trotz Sprengfallen sicher nutzen kann. Bald wird Poe Kyaw wieder in ihrer eigenen Hütte wohnen können.

Fast jede der 229 Minenexplosionen des Vorjahres bedeutete für zwei Menschen den Tod oder schwere Verletzung. Viele dieser Minenunfälle zerrissen Familien, brachten Trauer und Not. Sie hinterließen verarmte Kinder, deren Väter für immer fehlen oder nicht mehr imstande sind, für ihre Liebsten zu sorgen. Oder Mütter, die ihre verunglückten Kinder nie mehr in die Arme schließen können.

Mit unserer Aufklärungsarbeit können wir zwar die Sprengfallen nicht beseitigen, aber wir können dafür sorgen, dass die Betroffenen – vor allem Kinder! – Unfälle vermeiden lernen.

Danke, dass Sie Kinder vor Unglück bewahren!