Was bedeutet NTS?

Was bedeutet NTS?

Non-Technical Survey – Der erste Schritt zur Minenfreiheit!

Bevor eine Fläche von Landminen befreit werden kann, braucht es vor allem eines: Wissen. Wissen darüber, wo sich gefährliche Gebiete befinden – und dieses Wissen liegt meist bei den Menschen vor Ort.

Der sogenannte Non-Technical Survey (NTS), auf Deutsch Nicht-technische Erkundung, ist der erste Schritt jeder Minenräumung. Dabei werden ohne technische Geräte Informationen gesammelt, um vermutete Gefahrenzonen zu identifizieren.

Unsere Partnerorganisationen führen dazu Gespräche mit der lokalen Bevölkerung, befragen Dorfbewohner:innen, Gemeindevorsteher:innen oder Rückkehrende, die das Gebiet kennen. Ergänzt werden diese Berichte durch Beobachtungen vor Ort – etwa sichtbare Spuren früherer Kämpfe, Warnzeichen oder beschädigte Flächen.

Aus all diesen Hinweisen entsteht ein genaues Bild der Situation: Wo könnte es gefährlich sein? Welche Wege sind sicher? Welche Gebiete müssen später technisch überprüft und geräumt werden?

Diese Informationen sind von unschätzbarem Wert. Sie bilden die Grundlage für jede weitere Maßnahme – vom detaillierten technischen Survey bis hin zur eigentlichen Minenräumung. Ohne die Stimmen der Betroffenen wäre eine sichere und effiziente Minenräumung nicht möglich.

Non-Technical Survey bedeutet: hinhören, verstehen, schützen.
Denn der Weg zu einer minenfreien Welt beginnt immer mit den Menschen, die in den betroffenen Regionen leben. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen machen den Unterschied – und sie sind der Schlüssel zu mehr Sicherheit, Hoffnung und einem Leben ohne Angst vor Landminen.

Gemeinsam gegen Landminen unterstützt Partnerorganisationen dabei, solche NTS-Teams auszubilden und auszustatten. Wir fördern Projekte, die den Menschen vor Ort zuhören, ihr Wissen wertschätzen und in konkrete Schutzmaßnahmen umsetzen. Jede identifizierte Gefahrenzone, jedes markierte Gebiet und jede gewonnene Information ist ein Schritt hin zu unserem gemeinsamen Ziel: eine Welt ohne Landminen.

Landminen zerreißen Leben – unser Video

Landminen zerreißen Leben – unser Video

Unser Spot „Landminen zerreißen Leben“ ist zurück und läuft auch in KW 43 wieder auf 67 digitalen Screens von ZUGKRAFT in ganz Österreich.

Mit einer Reichweite von über 21 Millionen Sichtkontakten wird unsere Botschaft noch einmal dort sichtbar, wo täglich tausende Menschen unterwegs sind.

 

Jede Ausspielung macht klar, dass Landminen kein Problem der Vergangenheit sind, weil sie noch immer Kinder, Familien und ganze Gemeinden bedrohen.

Noch einmal ein herzliches Danke an ZUGKRAFT für diese wertvolle Unterstützung und an die Kreativagentur dunkelblaufastschwarz für Idee und Umsetzung des Spots. Gemeinsam können wir Bewusstsein schaffen und Leben retten.

Unterstützen auch Sie unsere Arbeit für eine sichere Zukunft:

Direkte Spenden an Familien

Direkte Spenden an Familien

Jedes Kind verdient Geborgenheit. Ihre Spende hilft, Not zu lindern und Hoffnung zu schenken. 

Manchmal ist es am effektivsten, direkt an benachteilige Familien zu spenden. Direkte Spenden ermöglichen es, gezielt dort zu helfen, wo die Not am größten ist – sei es durch finanzielle Unterstützung oder durch Sachspenden. Diese Form der Hilfe ist besonders wertvoll, da sie unmittelbar bei den Betroffenen ankommt und schnell Linderung verschaffen kann.

 

Warum direkte Spenden so wichtig sind

Familien, die in Armut leben oder von einer Krise betroffen sind, haben oft keine Zeit zu warten. Sie benötigen rasche Hilfe, um ihren Alltag zu bewältigen. Direkte Spenden können hier den entscheidenden Unterschied machen.

Gerade im Bereich der Minenopferhilfe kann eine direkte Spende an eine betroffene Familie lebensrettend sein. Denn von Landminen verseuchte Länder zählen zu den ärmsten der Welt. Es sind zumeist Länder ohne ein funktionierendes Gesundheitssystem, ohne Sozialleistungen und ohne Pensionsvorsorge. Verunglückt ein Familienvater, in vielen Fällen der Haupternährer, bedeutet dies Hunger und Not für die ganze Familie. Häufig können die Kinder nicht mehr zur Schule gehen. Die Armut wird so in die nächste Generation getragen.

 

Notfallfonds für direkte Hilfe

Gemeinsam gegen Landminen hat einen Notfallsfonds für derartige Fälle. Erfahren wir von Notlagen nach Minenunfällen, stellen wir rasch und unbürokratisch Hilfe bereit. Das reicht von den Transportkosten in ein Krankenhaus über die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Hilfsmitteln wie Prothesen oder Rollstühlen bis hin zur Schaffung einer neuen Einnahmequelle für das Minenopfer.

Ein Beispiel zeigt, wie unsere Hilfe das Leben einer ganzen Familie zum Besseren wandelte: Ein afghanischer Familienvater litt an den Folgen eines unzureichend behandelten Minenunfalls. Er konnte seine Familie nicht mehr ernähren, die Kinder mussten die Schule verlassen, die Familie war von den Almosen der Dorfgemeinschaft abhängig. Durch die Kostenübernahme durch GGL erhielt er eine adäquate medizinische Behandlung und eine gut sitzende Prothese, die ihm ein schmerzfreies Gehen ermöglicht. Vor allem konnten wir ihm durch die Finanzierung einiger Bienenstöcke und von Imkereigeräten eine neue Erwerbsmöglichkeit bereitstellen. Mit dem Honigverkauf kann er seine Familie seither versorgen und seine Kinder zur Schule schicken. Er erhielt so nicht nur die Möglichkeit, seine Situation zu verbessern, sondern auch wieder ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft zu sein.

 

Sachspenden: Eine wertvolle Hilfe

Nicht immer muss es Geld sein. Auch Sachspenden können Familien in Not enorm helfen. Kleidung, Spielzeug, Möbel oder Haushaltsgeräte – all diese Dinge können den Alltag von Familien erleichtern und ihnen das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Viele Organisationen sammeln Sachspenden und verteilen sie gezielt an Familien, die sie dringend benötigen.

Diese Art von Sachspenden ist für die Arbeit von GGL nicht von Bedeutung. Doch sammeln wir zum Beispiel nicht mehr gebrauchte Prothesen, die in unseren Projektländern für Minenopfer adaptiert werden und für sie eine große Hilfe sein können. Eine besondere Form der Sachspenden erhalten wir für unsere jährliche Online-Auktion für Minenopfer am Giving Tuesday, dem weltweiten Tage des Gebens. Lesen Sie hier mehr darüber.

 

Langfristige Unterstützung durch direkte Spenden

Direkte Spenden sind nicht nur eine kurzfristige Lösung, sondern können auch langfristige Veränderungen bewirken. Durch die Unterstützung von Familien in Not wird sichergestellt, dass Kinder in einer stabilen Umgebung aufwachsen können. Das hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Kinder selbst, sondern auch auf die gesamte Gemeinschaft.

 

Unser Fazit: Direkte Spenden an Familien sind eine einfache und effektive Möglichkeit, um Gutes zu tun. Jede Spende, ob groß oder klein, kann das Leben einer Familie nachhaltig verändern und Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben.

Eine Kampagne, die hinschauen lässt

Eine Kampagne, die hinschauen lässt

Mit unserer Kampagne „Landminen zerreißen Leben“ machen wir auf eine Gefahr aufmerksam, die für Millionen Menschen weltweit noch immer alltäglich ist.

Landminen bedrohen das Leben von Zivilistinnen und Zivilisten – lange nachdem ein Konflikt vorbei ist. Jeder Schritt kann in betroffenen Regionen tödlich sein. Nur durch Aufklärung und Minenräumung kann Sicherheit zurückkehren und ein normales Leben wieder möglich werden.

Um diese Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen, wurde die Kampagne diesen Herbst auch auf Plakaten in ganz Österreich sichtbar. Die eindrucksvollen Motive zeigen, was Landminen anrichten – und warum wir nicht wegsehen dürfen.

Ein starkes Statement braucht starke Partner. Unser besonderer Dank gilt der Kreativagentur dunkelblaufastschwarz, die uns mit Idee, Gestaltung und Umsetzung dieser Kampagne unterstützt hat. Durch ihre gespendeten Designs und Plakatflächen gelangt unsere Botschaft dorthin, wo Menschen täglich vorbeigehen – auf Straßen, Plätzen und in Städten in ganz Österreich.

So entsteht Bewusstsein an Orten des Alltags. Denn je mehr Menschen von der weltweiten Minengefahr erfahren, desto größer wird die Chance, gemeinsam etwas zu verändern.

„Landminen zerreißen Leben“ ist mehr als ein Kampagnentitel – es ist ein Aufruf zum Handeln. Jede Spende, jedes Gespräch und jedes Stück Aufmerksamkeit hilft dabei, das Leid durch Landminen zu beenden.

Wichtige österreichische Hilfsorganisationen

Wichtige österreichische Hilfsorganisationen

Gemeinsam stark für Menschen in Not

Österreich ist bekannt für seine starke humanitäre Tradition und die zahlreichen Hilfsorganisationen, die sich weltweit für Menschen in Not einsetzen. Viele Organisationen leisten wichtige Arbeit in Krisengebieten. Andere sind in Österreich selbst aktiv, um benachteiligte Kinder und Familien zu unterstützen. Eine dieser Organisationen ist Gemeinsam gegen Landminen (GGL), die sich seit 2002 für ein sicheres Lebensumfeld für alle und eine minenfreie Welt einsetzt.

 

GGL – Eine Hilfsorganisation mit Herz

Gemeinsam gegen Landminen ist eine österreichische Hilfsorganisation, die sich auf die Verhinderung von Unfällen durch Sprengfallen aller Art, ein sicheres Leben in von Landminen betroffenen Ländern und auf Hilfe für Minenopfer spezialisiert hat. In Österreich setzen wir uns für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Themen und für die Not betroffener Menschen ein. Was GGL besonders auszeichnet, ist ihre transparente Arbeitsweise und ihr Engagement, Spenden gezielt dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Ein Beispiel für die Arbeit von GGL ist das Engagement in der Ukraine. Bereits seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine und verstärkt seit dem Angriff Russlands vor drei Jahren hat die Organisation zahlreiche Projekte unterstützt, um Minenräumung voranzubringen, Schulen und Kindergärten sicher zu machen, die Menschen, vor allem Kinder, vor den Gefahren von Sprengfallen aller Art zu warnen und Minenopfer zu unterstützen.  Dabei hat GGL mit seinem Projektpartner vor Ort immer wieder erfolgreich gezeigt, wie wichtig schnelles und effektives Handeln in Krisenzeiten ist.

 

Warum GGL unterstützen?

Gemeinsam gegen Landminen steht für Transparenz und Nachhaltigkeit. Jede Spende, die bei der Organisation eingeht, wird genau dokumentiert und hilft mit, die Arbeit in den Projektländern zu finanzieren. Das gibt Spenderinnen und Spendern die Sicherheit, dass ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. GGL arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Hilfe auch langfristig wirkt.

Ein weiterer Pluspunkt von GGL ist unser Fokus auf Bildung. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass Kinder in von Landminen betroffenen Regionen Zugang zu sicheren Schulen und zu Bildungsmaterialien erhalten sowie jenes Wissen vermittelt bekommen, das sie vor Minenunfällen schützt. Denn Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft und Minenrisiko-Aufklärung eröffnet einen sicheren Weg dorthin. So setzt sich GGL dafür ein, dass jedes Kind die Chance auf eine gute Ausbildung in einem sicheren Lebensumfeld bekommt.

 

Österreichische Hilfsorganisationen: Ein starkes Netzwerk

Neben GGL gibt es in Österreich noch viele weitere Hilfsorganisationen, die sich für Kinder und Familien einsetzen. Organisationen wie Care, Caritas, Rotes Kreuz oder Volkshilfe leisten wichtige Arbeit, sowohl in Österreich als auch international. Mit vielen dieser Organisationen arbeitet GGL in Verbänden und Netzwerken zusammen, um gemeinsam noch mehr erreichen zu können.

Wenn Sie also überlegen, wie Sie helfen können, so ist die Unterstützung einer österreichischen Hilfsorganisation wie Gemeinsam gegen Landminen eine großartige Möglichkeit. Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass Kinder in Not eine bessere Zukunft haben und Familien in schwierigen Zeiten gezielt und nachhaltig unterstützt werden.

Spenden absetzen in Österreich

Spenden absetzen in Österreich

Steuern sparen und gleichzeitig Gutes tun? In Österreich ist das möglich! Wenn Sie spenden, unterstützen Sie nicht nur wertvolle Projekte, sondern können auch Ihre Steuerlast reduzieren. Doch wie funktioniert das genau, und was müssen Sie beachten?

 

Steuerliche Vorteile nutzen

Spenden an gemeinnützige Organisationen, wie etwa mildtätige Hilfsorganisationen, Museen oder Freiwillige Feuerwehren, können Sie laut § 4a Abs. 6 Einkommensteuergesetz als Sonderausgaben geltend machen. Das bedeutet: Je höher Ihre Spende, desto mehr reduzieren Sie Ihre steuerliche Bemessungsgrundlage – maximal um bis zu 10 %.

Ein Beispiel: Spenden Sie 1.000 € und haben einen Steuersatz von 30 %, sparen Sie 300 € an Einkommensteuer. Ihr Nettoaufwand beträgt somit nur 700 €, während die begünstigte Organisation die vollen 1.000 € erhält.

 

So einfach geht’s

Damit Ihre Spende automatisch in der Steuererklärung bzw. Lohnsteuerausgleich als Sonderausgabe berücksichtigt wird, müssen Sie zwei Dinge tun:

  1. Geben Sie der Organisation Ihren vollständigen Namen und Ihr Geburtsdatum bekannt.
  2. Stellen Sie sicher, dass die Organisation auf der Liste des Bundesministeriums für Finanzen steht.

Die Organisation übermittelt Ihre Daten verschlüsselt an das Finanzamt, sodass die Spende in Ihrer Steuererklärung automatisch aufscheint – ohne zusätzlichen Aufwand für Sie. Einfacher kann Steuern sparen kaum sein!

 

Emotion trifft Pragmatismus

Stellen Sie sich vor: Ihre Spende ermöglicht einem Dorf einen sicheren, weil minenfreien Zugang zur Trinkwasserstelle oder schützt ein Kind durch Minenrisiko-Aufklärung vor einem tragischen Unfall. Gleichzeitig profitieren Sie selbst von einer geringeren Steuerrechnung. Das ist eine Win-Win-Situation, die nicht nur Ihr Portemonnaie, sondern auch Ihr Herz erwärmt. Viele Österreicherinnen und Österreicher nutzen diesen Mechanismus bereits, um ihr soziales Engagement mit finanzieller Klugheit zu verbinden.

 

Achtung bei Firmenspenden

Privatspenden werden automatisch erfasst, doch bei Spenden aus dem Unternehmensvermögen gelten andere Regeln. Hier müssen die Beträge als Betriebsausgaben deklariert werden. Wenn Sie eine Spende als Firmenspende tätigen, übermitteln wir von Gemeinsam gegen Landminen gerne eine Spendenbestätigung für Ihre Finanzunterlagen.

 

Fazit

Spenden lohnen sich doppelt: Sie helfen dort, wo es nötig ist, und entlasten Sie finanziell. Nutzen Sie diese Chance – für eine solidarischere Gesellschaft und eine freundlichere Steuererklärung.